Wie wir hier zum Stromgesetz abstimmen ist wahrscheinlich klar. Doch ob ja oder nein, etwas für die Energiewende machen können wir so oder so. Vom 27. Mai bis zur eidgenössischen Abstimmung am 9. Juni gibt es darum mit dem Gutschein-Code STROMJETZT 5% Rabatt auf das Sortiment (Ausgenommen Zendure).

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Warum sind die Panels stärker als der Wechselrichter?

Wir wissen, dass die Begrenzung für Plug & Play Anlagen an der heimischen Steckdose bei 600W auf Wechselstromseite liegt. Doch die Panels sind wesentlich stärker! So werde ich manchmal gefragt, warum ich denn überhaupt Panels mit 780 bis 900 Wp dazu anbiete. Das hat zwei Gründe.

Massenproduktion ist die günstigste Variante

Für die angebotenen Sets nehmen wir die aktuellsten Panels unserer Hersteller. Das sind die, die in Massen produziert werden und auch auf jedem Hausdach installiert werden. Entsprechend ist deren Preis der günstigste „pro Watt“. Kleinere Panels mit weniger Leistung sind entweder nur noch kleine Produktionen, die extra eine Nische bedienen oder es handelt sich um nicht verkaufte Restposten die vor 2-4 Jahren produziert werden.

Hier könnte man die Diskussion schon beenden. Um die günstigsten Sets anzubieten können wir gar nicht anders als die Panels des Massenmarkts zu kaufen und die haben nunmal eine Maximalleistung von 390 – 430+ Watt.

Doch das ist keine Verschwendung!

Sehr wichtig festzuhalten ist, dass die Angabe dieser Maximalleistung fast schon einem Laborwert gleicht. Die Leistung ist erreichbar, aber nur unter sehr guten Umständen – das Wetter muss einigermassen kühl sein, während die Sonneneinstrahlung (Winkel) absolut perfekt ist. Und das ist sie je nach Ausrichtung nicht immer oder nie – und wenn dann nur für +/- eine Stunde am Tag.

Wenn wir uns in der Stromproduktion nicht an diesem perfekten Tag und der perfekten Stunde befinden erreichen wir die 600W Grenze des Wechselrichters nicht, womit wir im ganzen Tagesverlauf durch die überdimensionierten Panels mehr Ertrag haben. Klar – je stärker die Module und der Tag sind, desto mehr Energie kann an manchen Tagen „verpuffen“, weil wir eben nicht mehr als 600W an der Steckdose einspeisen dürfen.

Der perfekte Tag

Um das zu visualisieren nehmen wir einen Referenztag im Mai 2024. Gemessen wurde die Leistung eines Meyer Burger 380 Wp Panels als Referenz, welche dann auf die verschiedenen aktuellen Sets im Sortiment hochgerechnet wurde.

Die blaue Linie ist unsere Referenz. Obwohl der Tag kühl war und die Ausrichtung 30° exakt süd, was gute Voraussetzungen sind, kamen wir an dem Tag mit 380 Wp nur auf ca. 330 Watt Spitze. Diese Spitze wäre noch etwas höher, wenn der Winkel +/- 36° grad gewesen wäre. Man sieht auf dieser Grafik aber schon, dass an guten Tagen doch einiges an Energie nicht verwendet werden kann. Die ausgemalten Grafiken nachfolgend zeigen den Unterschied:

Jetzt sieht man den Unterschied, den es „neben der Spitze“ macht.

  • Grün: Wäre eine „runtergerechnete“ Anlage, die genau mit 2x300Wp Panels läuft. Da ich sowas nicht mehr hier habe, wurde das auch vom 380 Wp Referenzpanel runtergerechnet.
  • Rot: Das ist die Meyer Burger Anlage mit 780 Wp. Hier ist zu sehen, dass wir bei 600W über den Mittag doch eine gewisse Fläche „abschneiden“, aber zum Vergleich oberhalb der grünen Linie doch auch einiges an Mehrertrag vorhanden ist.
  • Violett: Hier haben wir das Modell mit der derzeit höchsten Leistung von Megasol. Die verlorene Energie ist höher, der Mehrertrag gegenüber dem roten Chart allerdings nicht so hoch. Ja, das ist effektiv schade. Aber nicht vergessen: Wir zeichnen hier einen Spitzentag und 350 Tage im Jahr sind nunmal nicht Spitzentage.

Das Panel von Megasol hat in genau diesem Setup wesentlich mehr Ertrag als die 840 Wp Anlage (gelb) von JA-Solar, weil bei der hier verglichenen 30° Aufständerung auch die rückseitigen Zellen viel Beitragen können.

Macht die stärkste Anlage denn überhaupt Sinn?

Aus mehreren Gründen, ja:

  • An weniger guten Tagen und Randmonaten liefert sie den meisten Ertrag ohne die Grenze von 600W zu erreichen, oder halt wesentlich weniger drüber als am perfekten Beispieltag. Es wird ja nicht jeden Tag so viel Energie „abgeregelt“.
  • Die Ausrichtung ist nicht in jedem Fall perfekt 30° nach süden. In Ost/West Setups zum Beispiel will man den Ertrag absichtlich länger über den Tag verteilen. So ist die Spitzenleistung aufgrund der Ausrichtung gar nie erreichbar. Aber man hat im Sommer von 7 bis 19 Uhr Strom um den Grundverbrauch zu decken.
  • Am Balkon haben wir 90-70° und erreichen die Spitze wenn dann in den Randmonaten oder im Winter. Mit Überdimensionierung haben wir aber auch im Sommer guten Ertrag wo wir ihn mit 2x300Wp nicht hätten.

Zum Vergleich ein durchzogener Tag

Das Profil des folgenden Tages: Aprilwetter – bewölkt mit etwas Regen am Vormittag, am Nachmittag gegen 15 Uhr kam nochmal kurz die Sonne. Wie sieht so ein Tag konkret aus? Auch hier haben wir das 380 Wp Panels als Referenz aus der echten Welt genommen. Keine Theorie!

Man sieht nun sofort: An dem Tag wurde die Grenze von 600W gar nicht erreicht, dadurch, dass die Sonne erst am Nachmittag da war. Zwischen 9 und 10 Uhr war der Ertrag niedrig, weil es leicht geregnet hat. Trotzdem, mit der stärksten Anlage haben wir 140W um diese Zeit – das deckt bei manchen Haushalten immer noch knapp den Grundverbrauch.

An so einem Tag sieht man sehr gut wie überdimensionierte Panels eben wesentlich besser performen als dies zwei 300 Wp Panels (grün) tun würden. Bei der starken Anlage von Megasol (violett) haben wir ca. 30% mehr Ertrag, wie erwartet, weil wir auch 30% mehr installierte Leistung haben. Diese Mathematik geht auch 1:1 für das Set von Meyer Buger (rot) auf.

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